Gerettet und wiederbelebt

Referenzen im Arten- und Naturschutz

Mein Know-how spiegelt 40 Jahre Berufserfahrung wider, davon 35 Jahre als Unternehmer im eigenen Betrieb. Mit einem wunderbaren Team konnten wir in Hunderten von Projekten Lösungen im Naturschutz, Artenschutz und Klimaschutz finden und umsetzen. Dazu gehören:

Hessisches Forstamt Hofbieber
– Frauenschuh-Projekt

Das Hessische Forstamt Hofbieber ist das erste in Hessen, das sich Biodiversitätsforstamt nennen darf. Zusammen mit Herrn Forstamtsleiter Bernd Mordziol-Stelzer, haben wir in einem Projekt den Frauenschuh wieder ausgewildert und vorhandene, nicht verwaiste Frauenschuh-Standorte optimiert. Außerdem waren wir verantwortlich für die Wiederansiedlung autochthoner Wiesensalbei (Salvia pratense) und Arzneischlüsselblume (Primula officinalis). Wir haben einen Rhöntyp des Schlifrohrs (Phragmites australis) in Kultur genommen und als Klär- und Repositionspflanze vermehrt. Diese Maßnahme war wichtig, um ein stickstoffbelastetes Oberflächengewässer zu klären.

HessenForst / Forstamt Wolfhagen
– Frauenschuh, Feuchtwiesen und Trockenrasen

Für den HessenForst haben wir im Forstamt Wolfhagen – mit dem Fachbeamten für Biodiversität und  Naturschutz, Herrn Reinhard Vollmer – neben dem Auswildern von Frauenschuh und dem Optimieren von bestehenden Standorten ausgeführt. Nach 8 Jahren intensiver Arbeiten in den Biotopen trägt das Projekt erste Früchte. 2021 konnten die ersten neuen Sämlinge des Frauenschuhs auf von uns angelegten Saatfenstern gesichtet werden. Außerdem kümmern wir uns um die Wiederansiedelung einer Sandbienenart (Andrena ssp.), damit auch in Zukunft die Blüte des Frauenschuhs bestäubt werden kann und eine sexuelle Vermehrung möglich ist. Weitere Aufgaben sind die Ansiedelung von pilztragenden Begleitarten dieser Orchidee, nämlich Frühlingsprimel (Primula veris) und Sanikel (Sanicula europaea). Für Feuchtwiesensanierungen kultivieren wir pilztragende Begleitarten wie die Sumpfdotterblume (Caltha palustris), die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) und den Teufelsabbiss (Sucsia pratense)

HessenForst / Forstamt Reinhardshagen
– Frauenschuh, und Trockenrasenoptmierung

Zusammen mit dem Fachbeamten für Biodiversität und Naturschutz, Herrn Jakob Gruber optimieren wir artenreiche Naturschutzgebiete im Mittleren Diemeltal. Durch Entfernung von standortfremden Begleitstauden- und Gehölzen entsteht wieder ein artenreiches Vegetationsbild. Davon profitieren besonders die Orchideen- und Enzianarten der Standorte. Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt auf der Weiterentwicklung verwaister Frauenschuhstandorte und der Optimierung der letzten, sehr bedrohten Restvorkommen.

Forstamt Neuhaus-Bevern
– Optimierung von Frauenschuh-Standorten

Für die Niedersächsischen Landesforsten haben wir in Bevern zusammen mit dem Waldökologen Ulrich Schlette über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren Frauenschuhstandorte optimiert. Dabei hat sich unter der Leitung von Herrn Schlette ein Team aus Fachleuten gebildet. Dazu gehören der Hochschulprofessor Dr. Winfried Türk, der Ökologe Dr. Mathias Lohr, der Biologe Dr. Ansgar Hoppe und der Geograph Frank Grawe. Dadurch wird der wissenschaftliche Erfolg gesichert und in mehreren Protokollen publiziert.

Landschaftsstation im Kreis Höxter, Borgentreich
– Frauenschuhstandorte, Wiederansiedelung

Zusammen mit Herrn Frank Grawe, dem Leiter der Landschaftsstation Borgentreich haben wir vor mehr als 12 Jahren im Rahmen eines LIFE-PLUS Programms Rhizome bestehender Frauenschuhpflanzen entnommen, und vegetativ in der Gärtnerei in Niedenstein vermehrt. Nach vierjähriger Kulturzeit im Betrieb sind die Pflanzen dann an den verwaisten Standorten im Kreis Höxter ausgewildert worden. Als Begleitart wurde Material der autochthonen Leberblümchen (Hepatica nobilis) generativ vermehrt und ebenfalls ausgewildert. Diese Maßnahme wurde wissenschaftlich von Professor Dr. Türk und Dr. Lohr begleitet. Durch diese Maßnahme konnte der wichtigste Frauenschuhbestand in Nordrhein-Westfalen deutlich entlastet und auf Dauer gesichert werden.

Untere Naturschutzbehörde beim Kreis Warendorf/Westfalen
– Optimierung des letzten Standorts von Torfglanzkraut

Unser aktuelles Projekt, welches wir zusammen mit Frau Diplom-Biologin Annika Kriegs von der Unteren Naturschutzbehörde im Kreis Warendorf durchführen, sorgt dafür, dass das Torfglanzkraut (Liparis loeslii), eine der seltensten Orchideen Europas, wieder eine Chance hat, an einem verwaisten Standort in der Münsteraner Bucht wieder Fuß zu fassen. Hier liegt das Hauptaugenmerk auf einem Management zwischen Bodenpilzpflege und dem Verbrämen von Fressfeinden. Die Maßnahme ist auf sieben Jahre datiert.

Bezirksregierung Münster – Rettung des letzten Frauenschuh-Vorkommens in Westfalen

Bezirksregierung Münster – Rettung des letzten Frauenschuh-Vorkommens in Westfalen

In Münster lösen Kommissar Frank Thiel und Rechtsmediziner Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne knifflige Fälle. Wir retten mit der Leiterin der Abteilung Artenschutz in der Oberen Naturschutzbehörde beim RP in Münster, Frau Yvonne Wünsch, nach einem kompletten Windwurfabgang großer Buchen, das letzte Frauenschuh-Vorkommen in Westfalen. Das Zwischenergebnis stimmt positiv für diesen „Notfalleinsatz“ zur Optimierung eines Waldgebietes. Unterstützend wurden autochthone Begleitarten des Frauenschuhs generativ angezogen und angepflanzt.

Landkreis Kassel
– Standortfremde Neophyten bekämpfen

Mit Frau Henny Hartmann-Dinges und Jürgen Düster vom Amt für Landwirtschaft und Landentwicklung in Hofgeismar bekämpfen wir in FFH-Gebieten des Mittleren Diemeltals, standortfremde Gehölze wie Essigbaum (Rhus typhina), Brombeeren(Rubus ssp.), Fliederberberitze (Mahonia aquifolium, Berberis thunbergii) und sorgen für die Gesunderhaltung des mit Rostpilz befallenen Heimischen Säulenwacholders (Juniperus communis). Dadurch optimieren wir die natürliche Standortvegetation der Trockenrasen, unter besonderer Berücksichtigung der Orchideen- und Enzianarten.

Regierungspräsidium Kassel

Die Regierungsbehörde des Landes Hessen in Kassel ist nicht nur unsere Genehmigungsbehörde, mit deren Abteilung Biodiversität und Schutzgebiete (Frau Carolin Breuer und Herrn Axel Krügener) wir vertrauensvoll zusammenarbeiten, sondern in vielen Naturschutzprojekten auch ein wichtiger Auftraggeber. Hier ist besonders die Weiterentwicklung des Märzbecher (Leucojum vernum) und die Wiederansiedlung verschollener Gattungen und Arten zu nennen. Stellvertretend seien hier Sumpfherzblatt (Parnassia palustris) und Katzenpfötchen (Antenaria dioica) zu nennen.

Enge Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden

Damit haben wir einige wichtige Referenzen genannt. Gerne erzählen wir Ihnen, welche Leistungen diese Referenzen ermöglicht haben und was wir darüber hinaus für Arten- und Naturschutz tun. Selbstverständlich stehen wir bei allem, was wir tun, mit BUND, NABU, der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Artenschutz (HGO) sowie anderen Verbänden und Organisationen in engem Austausch und Kontakt.


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